23Sep

Auf dem Forum Alpbach gab es heuer wieder spannende Vorträge, Panels, Sessions. Das Who is Who österreichischer aber auch internationaler Organisationen. Die Wirtschaftsgespräche drehten sich darum, worauf wir uns im internationalen Wettbewerb einstellen müssen, wie Führung in Zukunft aussehen und Wirtschaften nachhaltig gehen kann und natürlich, wie wir rasante Veränderungen eigentlich bewältigen können. Inspirierend. Und vordergründig. Off record haben sich ganz old school dunkelblaue Anzüge in exklusiven Runden zu Geschäftsanbahnungen getroffen, die mit den progressiven Ansätzen auf den Panels nicht viel am Hut hatten. Manchmal blitzte der Gap zwischen Ideal und Wirklichkeit auch schon auf den Bühnen durch. So wurde Richard David Precht gefragt, warum er eigentlich von München aus nach Innsbruck geflogen ist. Oder ein nichtgenannter CEO, der von Ethik und Nachdenken seiner MitarbeiterInnen schwärmte, gab auf meine Publikumsfrage zu, dass es zu diesen Themen keinerlei Messkennzahlen in seinem Unternehmen gibt und dass er diese Frage jetzt mit zurück ins Büro nimmt.

An diesen und anderen Stellen war die Veranstaltung desillusionierend. Trotzdem glaube ich, dass solche Events Potenzial haben, Wirtschaft und Welt besser zu machen. Wir müssen nur daran gehen, das umzusetzen, was wir dort voneinander lernen, was uns inspiriert und was klar auf der Hand liegt.

Prost!