04Aug

Machen wir uns nichts vor: Zum Handwerk des Kommunikations-Controllings gehört die Affinität, Unternehmensrealität in Zahlen abbilden zu wollen und zu können.

 

Archimedes schrieb „Miss alles, was sich messen lässt, und mach alles messbar, was sich nicht messen lässt.“ Nun bin ich ein großer Fan von Zahlen- (und Fakten-)basierten Entscheidungen. Aber aus meiner Erfahrung werden in Unternehmen leider viele Zahlen produziert, die im Hinblick auf das, was das Unternehmen erreichen will, wenig Aussagekraft haben. Aber wenn alle sich mit der Anzahl der Followers brüsten, fragt auch die Geschäftsleitung schnell in der Kommunikationsabteilung an. Das ist dann wie mit des Kaiser’s neuen Kleidern: Keiner will zu blöd dafür sein.

Vor allem in Unternehmen, in denen es keine verknüpften bzw. von den Unternehmenszielen auf die Kommunikationsziele heruntergebrochene Zielsysteme gibt, ist es schwer, die richtigen Einflussfaktoren für Erfolg zu identifizieren und zu messen.

 

Die Königsdisziplin besteht im Kommunikations-Controlling vor allem darin, das Richtige zu messen. Sozusagen des Pudels Kern in Zahlen zu erfassen.

 

Um einen Anreiz zu setzen, diesen Ansatz in Unternehmen zu etablieren würde ich die Disziplin des Kommunikations-Controllings am liebsten mit einem sportlichen Wettbewerb anreichern: Einem Fünfkampf aus Fokussieren, Selektieren, Messen, Interpretieren, Anpassen. Ziel ist es, ein Messsystem für sein Unternehmen zu finden, das optimal die Kommunikationsziele erfasst, die wiederum auf die Unternehmensziele referenzieren. Der Gewinner bekommt ein goldenes Häkchen.